The Real Kick Ultramarathon: Gregor Wacker finisht den 125 km Lauf

Dies ist die ultimative Herausforderung für Ausdauersportler, die sich nach einem normalen Marathon nicht ausgelastet fühlen. Bei diesem Trail-Ultralauf durch die Voreifel sind respekteinflößende 125 km und 4500 Höhenmeter in einer Zeit von maximal 25 Std. zu bewältigen.
Nicht weiter verwunderlich, dass sich nur knapp 50 LäuferInnen dieser Herkulesaufgabe am 12./13. November stellten. Für den TRT ging Gregor Wacker an den Start, wobei es für ihn der erste Ultralauf mit einer Distanz von mehr als 50 km war. Gregor hatte sich viele Wochen auf das Event vorbereitet, wobei die Laufleistung mit ca. 40 Km / Woche nicht sonderlich viel ist.
Eine weitere Herausforderung ergab sich durch den Umstand, dass vom Veranstalter lediglich die GPS Daten der Strecke bekannt gegeben wurden, es erfolgte also keine Streckenausschilderung. Jeder Athlet musste die Strecke anhand seines GPS-Gerätes selbst finden.
Um 9 Uhr morgens wurden die Läufer auf die Strecke geschickt. Bereits nach 5 Km gab es für Gregor den ersten schmerzhaften Aufreger, als er sich auf unwegsamen Gelände den Fuß verdrehte. Er lies sich jedoch nicht beirren und lief kontrolliert weiter, teils auf Wegen, teils auf Trampelpfaden und teils mitten durch die Pampa. Die Strecke führte von Moselkern, einem kleinen Ort an der Mosel, zunächst an der Eltz entlang, vorbei an den Burgen Eltz und Pyrmont bis nach Heunenhof. Als Verpflegung hatte Gregor selbstgemachte Burritos und Powergels in einem Rucksack mit dabei. Zusätzlich gab es vom Veranstalter ein paar Verpflegungsstationen, bei denen sich die Ultraläufer auch ausruhen und aufwärmen konnten.
Dann folgten zwei Runden entlang der Traumschleifen um Monreal und Bermel bevor es noch einen längeren Marathon bis zum Ziel nach Maria Laach ging. Auf diesem Abschnitt fielen die Temperaturen bis auf -5 Grad während der Nacht. Teilweise wurde in kleinen Gruppen gelaufen, teilweise Mutterseelenalleine, nur im Schein der Stirnlampe in dunkler Nacht.
Da man hier mitten in der Vulkaneifel war und der Organisator ein Spezialist darin ist, alle Gipfel irgendwie zu verbinden, kamen in diesem Abschnitt einige Höhenmeter zusammen, was mit dem Aufstieg zur Teufelskanzel seinen fulminanten Höhepunkt erfuhr. Fragte sich ein Teilnehmer, warum der Lauf eigentlich den Namen „Real Kick“ hat, so wurde es ihm hier bewusst. Nach 90 Km bettelten die Muskeln und Sehnen um Gnade, aber Gregor schaffte die letzten 35 Km vor allem noch mit viel mentaler Kraft.
Endlich, um 9 Uhr morgens und 24 Std. nach dem Start, erreichte er vollkommen ausgepowert das Ziel und freute sich riesig, dass er seinen ersten Ultra Trail Marathon gefinished hatte. Ob er wieder an den Start geht muss er sich erst noch überlegen.

Eine Woche nach dem Lauf kann Gregor wieder lachen

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