Matthias Hautsch zum zweiten Mal bei der Challenge Roth

Hochsommerliche Temperaturen, 220 000 Zuschauer und tausende Athleten, die ihr Bestes geben – die Challenge Roth ist jedes Jahr aufs Neue ein Erlebnis. Bereits zum zweiten Mal am Einzelstart zur Ironman Distanz (3,86 km Schwimmen, 180 km Radeln und 42,2 km laufen), war Matthias Hautsch vom TRT Remchingen. Und das nach einer kurzen Nacht sehr früh am Morgen.

Matze im Ziel

Matze im Ziel

Schon um 7.20 Uhr in der achten Starterwelle fiel für den Musiker der Startschuss im Main-Donau-Kanal. Hier galt es Ruhe zu bewahren in dem Wilden, von Athleten aufgewühlten Wasser. Nach und nach trennten sich die Schwimmer und jeder fand einen Platz zum Kraulen. Locker durchschwimmen hieß hier die Devise, auch wenn kurz vor dem Schwimmziel die Keilerei um die besten Plätze los ging.

Nachdem die erste Disziplin gemeistert war, wurde im Eiltempo der Neopren abgestreift und in die Radausrüstung geschlüpft. Auch in den Wechselzonen tickt die Uhr. 180 Kilometer Radstrecke standen an, der größte Teil der Strecke gesäumt von jubelnden Zuschauern. Eine Motivation für alle Teilnehmer. Der Solarer Berg kochte regelrecht. Kein Wunder bei mittlerweile Temperaturen von über 30 Grad. Für Matthias Hautsch war dies jedoch weniger ein Problem: „Ich habe wenigstens nicht gefroren“, grinst der Triathlet.

Nach dem großen Leiden kommt das große Glück

Auch die erste Hälfte des anschließenden Marathons lief soweit ganz gut. Bis die Schmerzen kamen. „Jeder Schritt brannte in den Beinen“, berichtet der Sportler, „letztendlich schmerzt einfach alles.“ Jede Faser des Körpers wollte abbrechen, allein der Kopf entschied weiterzumachen. Die Vorfreude darauf, es bald geschafft zu haben lieferte bei den letzten Kilometern die notwendige Energie. Alle Qualen waren vergessen, das Glück und die Freude war den nach und nach eintreffenden Finishern anzusehen.

Matthias, der mit 10:56:45 seine Vorjahreszeit um über 12 Minuten verbessern konnte und Platz 32 in seiner AK belegte, wird noch eine ganze Weile in Glücksgefühlen schwelgen. Und vielleicht ist eine weitere Wiederholung im nächsten Jahr geplant.